Binationale Diskursanalyse

Grundlagen und Fallstudien zum deutsch-polnischen medialen Gegendiskurs

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Im Fokus der vorliegenden Monographie stehen die Frage nach dem Wie in der medialen (Re)konstruktion der deutsch-polnischen politischen Wirklichkeit zwischen 2006-2017 und das daraus entwickelte linguistische Konzept des medialen Gegendiskurses. Er soll hier als Konkurrent zu einem konkreten Diskurs gelten, wobei unter ,Konkurrenz‘ verschiedene Konkurrenztypen, -formen und -manifestationen des Zusammenspiels zwischen Diskurs und Gegendiskurs verstanden werden. Im theoretischen Teil besteht das übergreifende Ziel der Studie in der Bestimmung der text- und diskurslinguistischen Grundlagen des medialen Gegendiskurses und in der Formulierung eines Analyseprogramms im binationalen Kontext. Zur praktischen Umsetzung und Bestätigung der Richtigkeit der theoretischen Annahmen wird ein Analysemodell entworfen, dessen Anwendung an vier Fallstudien überprüft wird. Zu den ausgewählten thematischen Strängen gehören: der mediale Konflikt um Vertriebene, um Erika Steinbach, um Flüchtlinge und um die gegenseitigen Beziehungen. Mit Hilfe des interdisziplinär fundierten Konzepts des binationalen medialen Gegendiskurses will die Arbeit ihren Beitrag zur textlinguistisch geprägten Diskurslinguistik und zur multimodalen Textlinguistik leisten. Darüber hinaus soll eine Brücke zur multimodalen Diskursanalyse geschlagen werden. Die Untersuchungsergebnisse können zudem für die hochschuldidaktischen Zwecke nützlich sein.
Die Verfasserin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Deutsche Sprachwissenschaft am Institut für Germanistik an der Universität Lodz. Sie ist als zertifizierte Prüferin am Prüfungszentrum Goethe Institut an der Philologischen Fakultät der Universität Łódź tätig.


Liczba stron348
WydawcaWydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego
ISBN-13978-83-8142-162-1
Numer wydania1
Język publikacjiniemiecki
Informacja o sprzedawcyRavelo Sp. z o.o.

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Spis treści

  Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen    9
  Vorwort    11
  I. Der Forschungs- und Gegenstand der Arbeit    15
  1. Einleitung    17
  1.1. Forschungsstand in Grundzügen. Zu Betrachtungsperspektiven der deutsch-polnischen Beziehungen    20
  1.2. Gegenstand der Analyse: der mediale Gegendiskurs. Seine Verortung im Diskursumfeld    31
  1.2.1. Gegendiskurs als mediales Vielstimmengespräch    38
  1.2.2. Relevanz der deutsch-polnischen Konflikte nach 2006 – Rekonstruktion der Konfliktverläufe    40
  1.2.3. Diskursiver Stellenwert medialer Konflikte nach 2006    48
  1.3. Ziele und Fragestellungen der Arbeit    49
  1.4. Material und Methode der Arbeit    53
  1.4.1. Voraussetzungen und Kriterien der Korpuswahl    55
  1.4.2. Selektionsschritte zur Eruierung des Untersuchungskorpus    57
  1.5. Aufbau der Arbeit    60
  II. Grundlagen und das Programm einer binationalen Diskursanalyse    63
  2. Der deutsch-polnische Gegendiskurs – Vorannahmen    65
  2.1. Modelle der linguistischen Diskursanalyse    67
  2.1.1. Die handlungsorientierte Diskursanalyse    69
  2.1.2. Das medienwirkungstheoretische Konzept diskursiver Rollen    74
  2.1.3. Das Konzept eines kulturologisch geprägten Dialogdiskurses    76
  2.2. Zur Begrifflichkeit: Kontroverse und Konflikt    79
  2.2.1. Sozial- und politikwissenschaftliche Sichtweise auf Konflikte    80
  2.2.2. Publizistische Kontroverse vs. publizistischer Konflikt    83
  2.2.3. (Diskurs)Linguistische Sichtweise auf Kontroversen und Konflikte    85
  2.2.4. Semantisches Potenzial von Kontroversen – diskursives Potenzial von Konflikten    88
  2.3. Komponenten des Analyseprogramms des medialen Gegendiskurses    91
  3. Der Gegendiskurs als Manifestationsort der medialen Macht und Rollenspiel der Medienakteure    93
  3.1. Spielarten von Rollenmanifestationen und -zuschreibungen    97
  3.1.1. Diskursübergreifende Rollen    98
  3.1.2. Diskursbedingte Rollenzuschreibungen    101
  3.2. Zwischenfazit    109
  4. Der Gegendiskurs als thematisch-funktionales Konstrukt    111
  4.1. Thema-Konzept im Allgemeinen. Diskursthema im Besonderen    112
  4.1.1. Thematische Verläufe und Übergänge. Intra- und interdiskursive Konkurrenztypen    115
  4.1.2. Thematisch-funktionale Spielarten im Gegendiskurs (Dis- kursthemennetz)    123
  4.2. Themenmanagement im Gegendiskurs    124
  4.2.1. Intertextualität vs. Diskursivität. Rückblick auf den Forschungsstand    126
  4.2.2. Infrastruktur des Gegendiskurses. Beispiele für thematischfunktionale Textkonstellationen    136
  5. Der Gegendiskurs als gegenseitiger Wissensfluss    153
  5.1. Wissenskonzepte im Überblick    156
  5.1.1. Semantisches Wissenskonzept    156
  5.1.2. Wissen als sprachliches Konstrukt    160
  5.1.3. Kognitive Repräsentationen des Wissens    162
  5.2. Stereotypes Wissen im Gegendiskurs    164
  5.2.1. Typsemantische Bedeutungen von ,Deutsche‘ und ,Polen‘    167
  5.2.2. Wir-Inszenierungen    169
  5.2.3. Rekurrente Metaphernkonzepte über die deutsch-polnischen Beziehungen    175
  5.3. Zwischenfazit    182
  5.4. Bilanz: Theoretische Grundlagen und Programm des Gegendiskurses    182
  III. Anwendung des diskurslinguistischen Analysemodells des medialen Gegendiskurses (AMEG)    185
  6. AMEG: Das diskurslinguistische Analysemodell des medialen Gegendiskurses    187
  6.1. Analysematrix    187
  6.2. Beschreibung des Modells    190
  7. Fallstudien zum deutsch-polnischen Gegendiskurs 2006–2017    197
  7.1. Der Konflikt um Vertriebene – pressemedialer Gegendiskurs um einen kontroversen Begriff    198
  7.1.1. Kontext und Kontextualisierung des Konflikts um Vertriebene    199
  7.1.2. Diskursthema und thematische Infrastruktur des Gegendiskurses    201
  7.1.3. Medialer Rahmen und Diskursspezifik    204
  7.1.4. Diskursspezifik: diskursives Potenzial des Begriffs Vertriebene    206
  7.1.5. Mediale Praktik der (De)Legitimierung    209
  7.1.6. Sprachliche Organisation des Gegendiskurses: semantischer Kampf um den Vertriebenen-Begriff    210
  7.1.7. Ergebnisse der Analyse. Zusammenfassung der diskursrelevanten Fokuspunkte    219
  7.2. Der Konflikt um Erika Steinbach – pressemedialer Gegendiskurs um eine zentrale Diskursakteurin    221
  7.2.1. Kontext und Kontextualisierung des Konflikts um Erika Steinbach    221
  7.2.2. Diskursthema und thematische Infrastruktur des Gegendiskurses    224
  7.2.3. Medialer Rahmen und Diskursspezifik.    225
  7.2.4. Mediale Praktik des Porträtierens    227
  7.2.5. Sprachliche Organisation des Gegendiskurses: Spielarten des Porträtierens    229
  7.2.5.1. Das fokussierende Porträtieren    230
  7.2.5.2. Das bilanzierende Porträtieren. Verabschiedungsinszenierungen    233
  7.2.6. Ergebnisse der Analyse. Zusammenfassung der diskursrelevanten Fokuspunkte    241
  7.3. Der Konflikt um Flüchtlinge – begleitender Gegendiskurs um ein politisches Schlagwort    243
  7.3.1. Kontext und Kontextualisierung des Konflikts um Flüchtlinge    246
  7.3.2. Diskursthema und thematische Infrastruktur des Gegendiskurses    248
  7.3.3. Medialer Rahmen und Diskursspezifik    251
  7.3.4. Mediale Praktik der Bedeutungskonkurrenzen im Online-Forum    256
  7.3.5. Sprachliche Organisation des Gegendiskurses: Diversifizieren und Nuancieren des politischen Schlagwortes    257
  7.3.6. Ergebnisse der Analyse. Zusammenfassung der diskursrelevanten Fokuspunkte    259
  7.4. Der Konflikt um die deutsch-polnischen Beziehungen – multimodaler Gegendiskurs um gegenseitige Stereotype    261
  7.4.1. Kontext und Kontextualisierung des Konflikts um die gegenseitigen Beziehungen    262
  7.4.2. Diskursthema und thematische Infrastruktur des Gegendiskurses    263
  7.4.3.Medialer Rahmen und Diskursspezifik    264
  7.4.4. Mediale Praktik der Fremdinszenierung. Multimodale Organisation des Gegendiskurses    267
  7.4.4.1. Polenbild in satirischen Kurzfilmen    268
  7.4.4.2. Deutschlandbild in Memes    277
  7.4.5. Ergebnisse der Analyse. Zusammenfassung der diskursrelevanten Fokuspunkte    285
  8. Zusammenfassung und Ausblick    289
  9. Literaturverzeichnis    299
  10. Abbildungs-, Schema- und Tabellenverzeichnis    343
  11. Anhang    345
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